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Dienstag, 19. Juni 2012

"Wenn das Volk kein Brot hat, dann muss es eben Kuchen essen!"

Auch wenn Pachi dagegen ist dass ich das Zitat von Marie Antoinette an dieser Stelle verwende so empfinde ich es doch irgendwie ein wenig unserer Situation angemessen. Pachi und ich sind naemlich gestern Abend aus dem Sumpf der Fertiggerichte aufgestiegen und haben Quiche selber gebacken. Quiche! Und da soll nochmal einer sagen von wegen die Kinder koennen sich selbst nicht ernaehren.  

Hintergrund der ganzen Kochaktion war, dass Pachi und ich von Susann Sauerkraut bekommen haben (damals, im... Dezember?) und Pachi den fuer uns machen wollte. Nun esse ich aber eigentlich gar keinen Sauerkraut (Surprise, surprise!) Also hat Pachi ueberlegt auf welche Art und Weise sie mir den Sauerkraut schmackhaft machen koennte (nachdem ich ihren Vorschlag, Nudeln und Sauerkraut zusammen zu mischen und daraus "Sauerkrautnudeln" zu machen, abgelehnt habe) kam sie auf die Idee eine Quiche (=franzoesischer Zwiebelkuchen) zu machen.

Ehrlich gesagt haetten wir beide nicht gedacht dass diese Aktion von Erfolg gekroent sein wird aber zu unserem Erstaunen sind zwei sehr ansehliche Quiches (Quichen? Quichée? Jedenfalls die Mehrzahl davon.) dabei herausgekommen. Wir haben zweieinhalb Stunden dafuer gebraucht, unsere Zutaten in Weißwein ausgekocht und das ganze dann bei wenig Hitze eine gefuehlte Ewigkeit im Ofen gebacken. Die Kinder werden Kulinarisch ausnahmsweise fuer einen einzigen Tag. 

Die Fuellung, Zwiebeln, geschaelte Aepfel und Schinken (Speck gabs nicht) circa 20 Minuten in Weißwein einkochen.
Wer alles richtig macht wird vielleicht damit belohnt!

Und nein, es handelt sich hierbei nicht nur um eine schnoede Pizza. Wir waren beide extrem stolz auf unsere Quiche und haben uns sehr elitaer gefuehlt zwischen all den Koreanerinnen die sich jeden Tag nur von Cup-Nudeln ernaehren. (Da sind ja sogar wir besser.) Morgen gibts wahrscheinlich dann aber doch Fertiggericht, muessen langsam die Maggi-Tueten aufbrauchen, die letzten Monate haben wir fast jeden Tag frisch gekocht (ihr wuerdet staunen!) 

Und ja, angesichts dieses Posts koennt ihr sicherlich ahnen wie viel gerade in unserem Leben passiert! Wer das gerne nachkochen moechte wendet sich bitte an Pachi, da sie das Rezept rausgesucht hat. Obwohl, ich bekomms selbst auch noch aus dem Kopf hin. Nur noch sieben Wochen!! Bald bin ich wieder Zuhause ^__^

Ich hoffe euch allen gehts gut und bis bald! <3

Sam


P.S. Dienstag oder Mittwoch ist ein riesiger Taifun (Taifun Nr. 4) angekuendigt, falls wir also nicht antworten sollen kriegt bitte keine Panik, wir haben selten Internet wenn ein Taifun hier durch die Gegend wuetend. Wir sind gewarnt und machen keinen Bloedsinn! :)

Samstag, 28. April 2012

Sakura, oh Sakura.

..lang lang lang versprochen und doch nie gehalten, da akute Faulheit und... noch mehr Faulheit sich dazu gesellt hat. Nun aber endlich der Sakura-Post, den ich so lange angekuendigt hatte. (:

Parkeingang in Hon-atsugi

Sakura ist die Bezeichnung fuer die japanische Kirschbluete, die jedes Jahr zwischen Maerz und Juni auf der japanischen Inselkette blueht. Die Besonderheit hierbei ist, dass sie von Sueden nach Norden blueht; die ersten Blueten kommen Ende Februar/Anfang Maerz in den tropischen Gebieten in Sueden wie Okinawa und so blueht sich die Kirschbluete langsam ihren Weg nach oben, bis sie im Mai den Norden Hokkaidos erreicht. Zudem blueht sie nur ungefaehr 2 Wochen lang und ist somit ein Zeichen der Vergaenglichkeit in Japan. In der Gegend um Tokyo blueht sie jedes Jahr Anfang April, weshalb sie auch ein Zeichen des Anfangs ist, da Anfang April die Studenten ihren Abschluss feiern und Kinder eingeschult werden. 

Die Kirschbluete ist ein riesiges Ereignis in ganz Japan. Sie ist nur sehr ungenau hervorzusagen und kann sich je nach Temperatur und Wetter um einiges verschieben. Bei uns haben vereinzelte Baeume bereits im Maerz geblueht, die richtige Bluete gab es jedoch erst in der ersten Aprilwoche. Wir haetten so gerne zusammen mit Susann die Kirschblueten besucht, aber als sie da war (Ende Maerz) gab es jeglich zwei klaegliche Baeumchen in Ueno.

Zur Zeit der Kirschbluete machen die Japaner ueberall 花見 Hanami was woertlich "Blumen ansehen" bedeutet. Ein Hanami ist eine Art Picknick, wobei man sich in einer Gruppe unter die Kirschblueten setzt und hemmungslos betrinkt. (Das ist nur optional, jedoch nehmen die Japaner auch das sehr sehr ernst.)

Pachi und ich warten unser ganzes Leben lang schon auf die Kirschbluetenzeit in Japan, so kam es also dass wir Anfang April kaum noch ruhig bleiben konnten und mehrmals durch die Gegend gefahren sind. Das erste Mal sind wir frueh morgens (wir hatten nur eine Stunde Uni, da es die Vorbereitungswoche war) nach Ueno gefahren, wo sich der Ueno-Park befindet, welcher der Hotspot fuer die Kirschblueten ist. Meterlang erstreckt sich dort ein Hauptweg von unglaublich vielen schoenen Kirschbluetenbaeumen. Selbstverstaendlich haben wir das mit dem Hanami sehr ernst genommen (Traeume werden manchmal eben doch wahr!) und sind dort mit Decke und diversen Essensvorraeten angerueckt. Um Punkt 12 waren ungefaehr 80% der bereits anwesenden Japaner stockbesoffen und haben hemmungslos aus ihren Sake-Flaschen getrunken. Ein Anblick, der in Japan doch eher selten ist. (Zumindest so offensiv in der Oeffentlichkeit.) 

上野公園 UENO-PARK




Hauptweg im Ueno-Park, wir saßen auf der rechten Seite unter den Baeumen
Unser Proviant! Wasser mit Zitronengeschmack, Zitronentee, Kokosnussschokoladenstangen, Pfannkuchen, Schokosirup und gezuckerte Erdbeeren. Kaloriensparen ist was fuer Luschen.
Dieses Bild ist Pachis ganzer Stolz. Sie hat es mit ihrer "krepeligen" kleinen Kamera gemacht und dafuer ist es wirklich gut geworden ^-^
...und so wird das dann gegessen!

Da es langsam Sommer wird ist es inzwischen bis 18 Uhr circa hell draußen (:

Kirschblueten ueberaaal (^______^)Y





19 Uhr, Zeit nach Hause zu fahren!
Pachi und ich waren den gesamten Tag im Park und es war wunderwunderschoen. Die Bilder kommen noch lange nicht an die Atmosphare im Park heran. Vielleicht erkennt man es auf Pachis Video besser, was sie irgendwann noch online stellen wird. Wir haben den Tag damit verbracht Karten (Romee, Schwimmen, Mau-Mau) und Personenraten zu spielen. Und aufdringliche Japaner abzuwimmeln. Den meisten haben wir erzaehlt, wir seien auf einem romantischen Date zu zweit, aber das haben die nicht ganz so aufgeklaerten Japaner natuerlich nicht wirklich ernst genommen bzw. verstanden. Zudem war es der erste Tag, an dem es wirklich warm und sonnig war, was noch ein bisschen zur Atmosphaere beigetragen hat.

Wir waren die naechsten Tage dann noch ein bisschen hier und da, am schoensten war es jedoch wirklich im Ueno-Park, auch wenn wir woanders viel mehr Ruhe hatten. Einen Tag sind wir ins Yomiuri-Land gefahren, ein Vergnuegungspark in dem es auch sehr viele Sakura-Blueten gab. Leider war der Akku meiner Kamera leer, deshalb gibt es nur drei Bilder von dort. An dem Tag war es leider ziemlich kalt und deshalb nicht so sehr schoen; wir sind mit einer gigantischen Wasserrutsche gefahren und mit einer Achterbahn, vor der Pachi zurecht Angst hatte. Die hatte es echt in sich, so hoch sah die von unten gar nicht aus...

YOMIURILAND


Mein Konsum von Softeis hat sich in Japan um 100% erhoeht, was darin liegt, dass es hier kein normales Kugeleis wir bei uns gibt. (Also irgendwo bestimmt... aber eben nicht als Standard.)



PARK IN HON-ATSUGI, DESSEN NAME ICH VERGESSEN HABE



Pachi hat an diesem Tag beschlossen, dass auf Fotos nicht einfach so gelaechelt wird. Das hat sie nun davon dass sie versucht hat jedes meiner Bilder mit Grimassen zu vereiteln. DAS HAST DU NUN DAVON liebste Zimmergenossin!

Betrachtet durch meine Sonnebrille <:

Panoramabild. Wir saßen leider nicht oben auf dem Huegel sondern dahinter rechts.
...dieser Eintrag hat mich zwei Stunden meiner kostbaren Zeit in Japan gekostet, ich hoffe ihr habt ihn genossen! Bald gibts noch weitere, dadurch dass wir nicht so viel Unterricht wie noch im Herbst haben, haben wir viel Zeit fuer spannende Aktivitaeten. Ich hoffe euch gehts gut und treffe einige von euch hoffentlich demnaechst mal bei Skype oder so! ♥

- Sam

Mittwoch, 1. Februar 2012

[箱根温泉旅行] Onsen-Trip nach Hakone!

So, nachdem alle Pruefungen erfolgreich gemeistert wurden, sind Pachi und ich gestern Mittag endlich nach Hakone gefahren, um in Onsen zu entspannen. Besagte Onsen 温泉 sind natuerliche heiße Quellen, die es ueberall in Japan gibt, da die Insel vulkanischen Ursprungs ist. Hakone als Ort ist besonders fuer seine heißen Quellen beruehmt und da der Ort nur eine gute halbe Stunde entfernt liegt, sind wir also dorthin gefahren. Besonders viel gibt es nicht zu erzaehlen: Es war sehr entspannend und wohltuend, Pachi und ich lagen danach immer voellig platt im Zimmer herum und haben versucht, uns moeglichst wenig zu bewegen. Das Hotel war wunderschoen und ich bin froh, dass wir dort waren! Alles war sehr traditional japanisch eingerichtet, sowohl Zimmer als auch Rest des Arrangements. Wuerde ich definitiv weiterempfehlen. Schade, dass unser Wohnheim nicht so traditionell japanisch eingerichtet ist, ich finde das wunderschoen. 

Viel haben wir nicht getan; wir sind mehrmals in die heißen Quellen hinein und zum Abendessen dann draußen die einzige belebte Straße rauf und runter, nur um festzustellen, dass es in jedem  Laden dasselbe zu Essen gibt. Im Konbini haben wir uns dann mit ein wenig Bier, Pflaumenwein und Snacks eingedeckt und das ins Zimmer hineingeschmuggelt (waehrend ich im Hotelzimmer grad ein Reisbaellchen aß, fand ich eine Notiz, dass es aufgrund hygienischer Bestimmungen verboten ist, eigenes Essen mit ins Hotel zu bringen, düdüdüm...) Aber seht selbst!

Im Zug auf den Weg nach Hakone-Yumoto
Angekommen in Hakone-Yumoto. Das Hotel befindet sich rechts im Bild, das große weiße Gebaeude. Nicht sehr einladend von außen.


Unser Zimmer. Vorne, wo ich stand, gab es jeweils eine Duschecke und eine fuer die Toilette. 
Es gab traditionelle Yukata, leichte Baumwollkleider/maentel, vom Hotel gestellt. Selbstverstaendlich sind wir den gesamten Tag darin herumgelaufen..... nachdem wir endlich rausgefunden hatten, wie man das Ding ueberhaupt binden muss. Aber laut den Japanern haben wir das sehr gut hinbekommen (muss aber nicht viel zu heißen haben..)
Open-Air-Onsen im 6. Stock des Hotels. Jeweils vorn als auch die Decke war offen, sodass der Wind dort durchziehen konnte. Wir hatten Glueck und es war niemand da, als wir kamen. So konnten wir uns vor den Japanern auch nicht laecherlich machen indem wir irgendetwas falsch machen^^
...ich habe Pachi zu hunderten solcher Bilder gezwungen!! Aber... aus gutem Grunde. Wer weiß, ob wir je wieder dazu kommen. Fuer das Bild haben wir uns vorgestellt, wir zwei seien das Kaiserpaar.

...das letzte Bild der Bilderreihe und Pachis Gesichtsausdruck spricht BAENDE XD *lach*
Open-Air-Privat-Onsen. Den Onsen konnte man fuer jeweils 50 Minuten reservieren, wenn man wollte.  Was Pachi und ich natuerlich nutzen wollten! Im Endeffekt haben wir es nicht gebraucht, da in den anderen Onsen so gut wie niemand war, aber das konnte vorher ja keiner wissen. War trotzdem schoen. (:
Unser Zimmer, nachdem der Futon ausgerollt wurde. 

Pachi hat auf dieses Kopfkissenvergleichbild bestanden. Ich habe es ein wenig anschaulicher gemacht. Ich brauch es groß und flauschig!!! (Und die Hotelkissen waren ungelogen so hart wie Stein.) Ich hab mein Kissen aus einer Hoteldecke gerollt ^^ Schlafen war aber nicht wirklich drin, da es nachts superlaut war und staendig hat irgendwie irgendwo was geknackt und irgendein Belueftungsgeraet war sehr laut. 
..Punkt 7:30, zeitgleich mit meinem Wecker, wurden wir vom Hotelstaff aus dem Bett geworfen, da sie das Fruehstueck zubereiten wollten. Mir persoenlich war es "zu" japanisch, ungefaehr 1/3 habe ich nicht angeruehrt. Es gab Reis, gegrillten Fisch, rohen Thunfisch mit wahrscheinlich Natto drauf, Miso-suppe, Nori-Algenblaetter, eingelegtes, ein Onsen-Ei, kleine Minifische die Pachi gern isst und irgendwas undefinierbares in Lolliform (eventuell 'ne Tofuart?)

Dummerweise gab es nichtmal den Tee, den ich trinke! Statt normalen gruenen Tee gab es einen rot-schwarzen Tee der, wenn man mich fragt, irgendwie nach Zigaretten schmeckt. Total baeh.

Gegrillter Fisch, der koestlich war.

Links im Bild zu sehen: Feuer in Kuebeln, dass Suppe und eine Art Soße obendrueber erwaermt hat.

Eingelegtes, undefinierbarer Tofu-Lollipop, Onsen-Ei und kleine Fischchen.
...nach dem Fruehstueck, was fuer mich ein wenig unbefriedigend war, sind wir noch einmal ins Onsen hinein, haben uns eine Stunde im Zimmer ausgeruht und sind dann auch schon wieder nach Hause gefahren, da wir sowieso bis spaetestens elf Uhr morgens ausgecheckt sein mussten. Es ist heute ziemlich stuermig, ebenso war es dann auch im Onsen. Das Hotel hat uns beiden gut gefallen, auch wenn wir nur sehr schlecht geschalfen haben dadurch, dass es so laut war. Ansonsten war es vom Service und Ambiente wirklich total schoen (: Wahrscheinlich fahren wir irgendwann anders noch einmal zu den Onsen; man kann auch einfach nur so in den Onsen baden ohne in einem Hotel oder so zu uebernachten. Ich persoenlich fand aber, dass wir uns den kleinen Trip verdient haben, nachdem wir alle Pruefungen bestanden haben (: 

Die naechsten Tage ist nichts mehr geplant: Wir bekommen einen Teil des Stipendiums ausbezahlt und eventuell fahren wir noch einmal nach Tokyo oder Machida oder machen noch etwas mit ein paar Leuten. So gut wie alle fliegen so wie ich anfang Februar nach Hause, sodass niemand mehr da sein wird, wenn ich zurueckkomme. Wahrscheinlich ruhen wir uns also nur aus, spielen Videospiele und ja. Am Samstag fahren wir nachts mit dem letzten Zug nach Tokyo und werden uns in einer Karaokebox verschanzen bis morgens ist und ich fahre dann weiter zum Flughafen. Mein Flug geht Sonntag erst um 12 ich habe aber vor schon relativ frueh hinzufahren, da Niko und ich letztes Mal auch fast 2 Stunden in Chiba rumstanden und nicht zum Flughafen kamen. Wahrscheinlich werde ich zwischen 6 und 7 einen Zug Richtung Flughafen nehmen. Koffer ist schon gepackt und gewogen, ziemlich genau 20 Kilo. Nur noch vier Tage! (^_____^)

Samstag, 14. Januar 2012

新年会 Neujahrsfeier mit den Yosakoi-Taenzer_innen!

Gestern Abend war das 新年会 (sprich: Shinnenkai), eine Art Feier um das beginnende Jahr zu feiern. Dazu passend gibt es auch das 忘年会 (sprich: Bounenkai), das Gegenstueck, welches man vor dem neuen Jahr feiert. (Woertlich auch die Feier, um das (alte)  Jahr zu vergessen).  Ich jedenfalls wurde von meinem Yosakoi-Club, dem ich gute zwei Monate zuvor beigetreten bin, zu solch einer Feier eingeladen. Getroffen haben wir uns im Happi, einem Izakaya direkt bei uns am Bahnhof. Ich hab das natuerlich mit anderen Laeden verwechselt und war erst beim dritten Anlauf beim richtigen Laden. Kam daher 10 Minuten zu spaet, was jedoch nicht schlimm war, da noch nichts wirklich begonnen hatte. Fuer 30€ gab es zwei Stunden lang All-you-can-eat-and-drink, wobei es 5 Gaenge zu essen gab und wer schnell war, hat dann auch entsprechend was bekommen. Da wir aber unter Japanern waren, gabs natuerlich gerecht geteilte Portionen fuer alle. Generell haette ich mehr essen koennen, aber es war sehr lecker (: Ueberraschung gab es dann bei den Getraenken; ich dachte ich krieg nie was zu trinken, da wir insgesamt 32 Leute waren. Allerdings war es so, dass sie Bestellungen gesammelt haben und bei denen, wo es genuegend gab, haben sie dann gleich 2-Liter-Bottiche gebracht. So hatte ich dann doch mehr als mein eines Glas Pflaumenwein :D

In unserem Raum waren dann noch genuegend andere ziemlich betrunkene Japaner, die staendig Trinkspiele mit uns anfangen wollten. Allerdings hat sich keiner so wirklich getraut, weil die Japaner generell nicht so viel vertragen. Da ich noch unteralkoholisiert war hab ich die Chance genutzt, um noch was zu Trinken abzubekommen, war ja schließlich umsonst... habe dann ein Bier, das vor dem Japaner zu meiner Linken platziert wurde, ge'ext und war damit die Koenigin des Abends. Dass ein MAEDCHEN, dazu noch eine AUSLAENDERIN, ein GANZES BIER(!!!) auf einen Schlag austrinken kann, das ging natuerlich gar nicht, die Japaner sind ausgerastet ^^ Dazu muss man sagen dass das Bier hier derart duenn ist, dass man das auch herunterspuelen muss damit man ueberhaupt irgendwann was merkt. Sueß war, dass danach alle ganz schrecklich besorgt waren, dass ich vielleicht total betrunken sein koennte und mich uebergeben muesste oder so. Dem war natuerlich nicht so, war schließlich nur japanisches Bier..war aber nett, wie besorgt alle waren.

Nach dem Essen waren einige von uns noch Karaoke singen am Bahnhof, ich bin auch mitgegangen. Nachdem ich ein Lied auf Deutsch gesungen habe (es gibt in jedem Karaokeladen die deutsche Version von 99 Luftballons.. wir haben sogar schon Falco in einem gefunden! ^^ ) war ich damit offiziell oberextremgigantischcool. Also cool war ich ja vorher schon, aber danach waren alle hin und weg. Man muss sagen, dass die Japaner schon ein bisschen leichter zu beeindrucken sind als manch andere Menschen ^^ Hier noch ein paar Fotos vom Abend:

Gegrillter Lachs mit Ei und diverser Soße, war ziemlich lecker (:

Chicken Nuggets im Deluxe-Format
Zusammen mit Angel (aus China, lebt aber schon seit 4 Jahren in Japan), die mich immer trainiert

Ungefaehr 2/3 der Mitglieder! Das andere Drittel saß auf der anderen Seite. Zum Training kommen aber meist nur um die 15 Personen, einige sind auch schon im 4. Jahr und mit Arbeit suchen beschaeftigt und nur offiziell dabei 

Zusammen mit Yumi (:
War ein sehr schoener Abend auch wenn ich gern ein wenig mehr gegessen und getrunken haette, aber nun gut. Ach und ich hab auch endlich meine Naruko bekommen, die man zum Yosakoi tanzen benoetigt: 

Die, die wir benutzen sind die links in der Ecke, rot-schwarz-gelb (wie passend, *lach*)
Jetzt brauch ich nur noch Klamotten und Schuhe und los kanns gehen! Ach und den Tanz lernen muesst ich vorher auch noch ganz... ansonsten sind Pachi und ich recht beschaeftigt mit LERNEN, ab naechster Woche faengt bei mir die Klausurenphase an, bei Pachi erst in einer Woche. Ich hab fast 10 Pruefungen, Pachi hat 3 soweit ich weiß. Ich schreib teilweise an einem Tag acht Stunden lang vier verschiedene Pruefungen... beschwer mich nie wieder in Deutschland ueber Pruefungen. Is ziemlich bloed, da man null dafuer lernen kann. Aber ich muss ja zum Glueck nur bestehen, mit welcher Note ist egal da ich pauschal die Punkte bekomme und bestehen duerfte eigentlich kein Problem sein, da die Pruefungen nur 30% meist zaehlen und ich sonst immer da war und Hausaufgaben etc auch gemacht hab, deshalb... alles in Butter. Bericht dann in einer Woche oder so. Daumen druecken erwuenscht bis 27. Januar (: Ansonsten, alles Gute fuer euch!
Bis bald,

Sam

P.S. Die meisten muessten es eigentlich mitbekommen haben, aber fuer die, die es vielleicht nicht mitbekommen haben.... vom 5. Februar bis 19. Februar komme ich nach Berlin zu Besuch! Wer mich gern sehen mag sollte sich demnaechst am Besten ueberlegen wann und mir Bescheid sagen, damit ich sehe, dass ich alle die ich gern sehen wuerde, auch sehen kann! Da zwei Wochen doch sehr schnell um sein koennen braucht es ein wenig Planung, sonst werden einige wohl auf der Strecke bleiben, was ich schade faend. Also rottet euch zusammen und sagt mir Bescheid, ich freu mich :D  

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Weihnachtscampus.



Seit Wochen schon steht hier auf unserem Campus die Weihnachtsdekoration, aber immer, wenn ich im Dunkeln Richtung Wohnheim zurueckgestampft bin, hatte ich meine Kamera nie dabei. Doch heute war alles anders! Zuerst jedoch wurden wir von unserem Kumpel Gary eingeladen, einen Nachmittag mit den Kindern aus seiner Klasse zu verbringen (er bringt ihnen Englisch bei) um mit ihnen Weihnachten zu "feiern". Er meinte, es sei sehr spannend fuer sie mal wirklich Englisch reden zu "muessen" mit Auslaendern und deshalb sind wir hin. Es war ganz sueß, sie konnten natuerlich so gut wie kein Englisch, aber naja. Wir haben jeden nach seinem Namen und Lieblingsfarbe gefragt und Namensschilder gebastelt. Spaeter gab es dann ein paar kleine Spiele und ein kleines Bueffet an dem wir auch mitessen durften, es war superlecker! Es gab Chicken Nuggets in Disneyform und echt gutenNudelsalat ^^ Wir haben dann noch Bingo gespielt mit den Kindern.... ich hatte drei Kinder von denen keines ein Bingo hatte, ich jedoch insgesamt vier. Ich hab dann angefangen meine Bingos an die Kinder zu verteilen und eine hatte ein ganz schlechtes Gewissen, weil sie mir mein "Bingo weggenommen" haette.  Alles in allem war es ein schoener Nachmittag, die japanischen Kinder waren schuechtern wie verrueckt anfangs aber das legte sich ziemlich schnell. Wir haben als Dankeschoen am Ende Sueßigkeiten und Restessen eingepackt bekommen und mal wieder Mikans geschenkt bekommen...^^ Alle waren superfroh, dass wir gekommen sind, es war schon ganz schoen. Auf dem Rueckweg habe ich dann die Bilder von unserem weihnachtlichem Campus gemacht..



Von Weitem sieht man nicht, dass es sich um Plastikflaschen handelt. Sie werden angestrahlt und wechseln staendig ihre Farbe, was Nachts ganz schoen aussieht (:






Großer Fan des Tores, auch wenn es mich eher an eine Hochzeit erinnert ^-^
Heute hatte ich dann noch eine muendliche Vorstellung ueber das Integrationsproblem und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland mit besonderem Bezug zur tuerkischstaemmigen Minderheit, die bei uns wohnhaft ist. Natuerlich auf Japanisch. Es lief jedoch ziemlich gut, ich bekomm volle Punktzahl dafuer und nach dem Vokabeltest morgen schalte ich mich automatisch auf Standby!  

Am Montag habe ich mich vor dem Unterricht mit Saori getroffen, die 2009 bei mir Zuhause fuer ein Wochenende gewohnt hatte. Es war soooooooo schoen, sie wiederzusehen! Sie ist aeußerlich erwachsener geworden, aber es war sehr schoen, mit ihr zu reden. Sie war baff, wie gut mein Japanisch geworden ist. Aber klar, damals hatte ich gerade mal 3 Monate Unterricht und konnte nicht wirklich besonders viel sagen. (: Wir haben auch ein Bild vor dem Weihnachtsbaum gemacht, allerdings bei Tage.

Sie ist so huebsch *___*
Sie studiert ja Operngesang und hat naechstes Jahr im April ihre "Abschlusspruefung" die in einem Soprankonzert besteht. Sie hat mich eingeladen und ich will auch unbedingt hingehen, ihre Stimme ist superschoen. Sie hat mir einen Flyer fuer die Auffuehrung gegeben, ich werd wohl mit ihren Mitstudenten, die noch nicht fertig sind und die ich auch kenne, mitgehen.

Saori und ihr "Abschluss"-Flyer
Zu guter letzt noch eine kleine Sensation... Sam hat gekocht und es hat total gut geschmeckt und das musste festgehalten werden! Es handelt sich um "Omu-reis" eine Mischung aus Omelett und Reis. Man formt den Reis kugelartig zusammen, bedeckt ihn dann mit eine Art Omlette und Sauce und isst das dann zusammen mit einem Loeffel. Schmeckt ziemlich gut und werd ich die Woche wohl auch nochmal essen, ist mal was anderes (:

Superstolz auf meinen Omu-Reis!
Das war's auch von mir, ich wuensche allen noch eine wunderschoene Restvorweihnachtszeit! (:

P.S. Wir haben heute via Skype die Unterkunft fuer den Maerz gebucht, wenn Susann in Tokyo ist! Wir haben das billigste genommen, was wir gefunden haben, also 250€ fuer 10 Naechte in einem Raum fuer drei Personen mit eigenem WC immerhin. Da wo wir eigentlich hinwollten haette es dann 300€ pro Person gekostet..und bei den anderen Alternativen, wo es auch ungefaehr so billig gewesen waere, waere aber mind. 1 bis 5 andere Personen mit im Raum gewesen, was zwecks "Laut-sein" und "schlafen-wollen" irgendwie ja bloed ist. Bin froh dass wir das so schnell und spontan hinbekommen haben, jetzt muss sie nur noch herkommen (:
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